LearningOutLoud | LearningOutLoud
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LearningOutLoud ist ein formales Framework für ein informelles Lernsetting. Schwerpunkt dieser Methode ist das informelle Peer-to-Peer-Coaching, um Social Learning zu etablieren.

Mit diesem Modell ist die Hoffnung verbunden, dass nicht nur die jeweiligen Inhalte gelernt, sondern auch positive Erfahrungen mit einer kollaborativen und selbstorganisierten Lernform gesammelt werden, die die Beteiligten im Idealfall fit für 4.0-Lernwelt machen – und so mit kleinen Schritten zu einem Wandel der Lern- und Arbeitskultur in der gesamten Organisation beitragen.

Nach vorbereitenden Trainingsmaßnahmen (u.a. Storytelling, Teaching oder Learning-Tools) treffen sich die Teilnehmer in sog. LOL Sets zu sieben Sessions, die jeweils zwischen 30 und 120 Minuten dauern. Die zeitliche Folge dieser Sessions werden vorab im LOL Plan festgehalten. Dieser bestimmt auch den Turnus der sieben Treffen. Die Gruppengröße beträgt idealerweise fünf bis sechs Personen, wobei einer als zertifizierter LOL-Facilitator fungiert, der die anderen in ihrem Lernprozess begleitet.

Learning out Loud – schrittweise zum selbstbestimmten Lernen und Lehren

Der Grundgedanke findet seinen Ursprung in der Betrachtung der 21st Century Skills und der Fragestellung: Wie müsste Lernen in Organisationen gestaltet sein, damit es nicht nur mehrere Ziele (bspw. Wissen, Transfer, Professionalität) verfolgt, sondern auch die Kompetenzen im Umgang mit digitalen Informationen und Medien sowie der persönlichen Karrieregestaltung nachhaltig berücksichtigt? Oder anders gefragt: Wie können das individuelle Mindset, Skillset und Toolset gleichwertig voneinander profitieren? Die Antwort ist: Durch Learning Out Loud®.

Bei Learning Out Loud® (abgekürzt als LOL oder #LOL) handelt es sich daher konkret um die Anwendung gruppendynamischer und gestalterischer Prinzipien bei verschiedenen Methoden zur Steigerung der Effektivität und Reichweite der Ergebnisse beim Lernen und Lehren. Entscheidend dabei ist die Interaktion innerhalb der Gruppe und mit weiteren Kollegen.

Learning Out Loud findet in Kleingruppen mit fünf bis sechs Personen statt. Dadurch ist die Gruppe einerseits groß genug für eine gute Bandbreite an Erfahrungen und Sichtweisen und eine flexible Beteiligungsintensität, andererseits auch wieder klein genug, damit sich alle Mitglieder motiviert beteiligen können.

Die Lerngruppe wird LOL Set genannt. Um für eine erfolgreiche Durchführung zu garantieren, steht ihr ein zertifizierter Facilitator zur Seite. Er zeichnet sich durch Empathie, langjährige Erfahrungen mit Gruppensettings im Organisationskontext sowie einer hohen Begeisterungskompetenz aus. Der Facilitator arbeitet von Anfang an mit der Gruppe und begleitet alle Termine. Seine Rolle ist klar als Prozessbegleiter definiert. Und anders als bei einem Team im Arbeitskontext, besteht im LOL Set nicht zwingend eine enge kollegiale Bindung der Personen. Bewährt hat sich ein gemischtes LOL Set zusammengesetzt aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen.

Der Zeitraum für ein Learning Out Loud ist auf 7 Wochen oder kürzer angelegt, in der pro Treffen jeweils 1-2 Stunden Zeit für das Treffen reserviert ist. Diese Treffen können vor Ort oder in einem virtuellem Raum online stattfinden. Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass die persönliche Begegnung, gerade zu Beginn der Lernreise, das Vertrauen in sich selbst und in die anderen Mitglieder im Set stärkt.

Auf Basis der Lernkompetenzen beginnt die Lerngruppe sich strukturiert auf ihre 7-Treffen Lernreise zu machen, die den individuellen Erfolg im Fokus hat.

Durchführung des Learning out Loud

Der Ablauf sieht vor, dass sich alle Teilnehmer in der ersten Woche ein individuelles Lernziel setzen und mit der Quellensuche beginnen. Die Gruppe fungiert dabei für den Einzelnen immer als Impuls- und Hinweisgeber. Der Facilitator führt gezielt zu realistisch erreichbaren und für die Firma relevanten Zielen. Entscheidend für den Lernerfolg ist aber auch der nachhaltige Wunsch und die Leidenschaft des Einzelnen, sich für sein Lernziel die nächsten 7 Wochen zu engagagieren.

In Woche zwei folgen Planung und Design der Lerneinheit und die Verifikation der Quellen, in der dritten Woche dann die genaue Planung der Umsetzung, der Strategie und des Zeitmanagements, sprich: Wie lerne ich wann was.

Zwischen allen Treffen arbeiten die Mitglieder an ihrem persönlichen Fortschritt, um vorbereitet ins nächste Treffen zu kommen. Es hat sich herausgestellt, dass neben der 1h Treffen des Set´s noch weitere 1-3h pro Woche pro Teilnehmer notwendig sind, um die Aufgaben zwischen den Treffen zu erarbeiten.

Während der ersten drei Wochen geschieht bereits eine Menge informelles Lernen, weil die Teilnehmer Quellen – aus dem Internet oder aus internen formalen und informellen Quellen – sichten, bewerten und sich darüber austauschen, was davon sie brauchen und was nicht. Das eigentliche Learning Out Loud findet dann zwischen Woche vier und fünf statt: In dieser Zeit produzieren die Lerner ihren Beitrag zum eigenen Lernziel, den sie dann einem größeren Publikum im Unternehmen zugänglich machen – beispielsweise über ein internes soziales Netzwerk. Es werden kleine produzierte Videos, Podcasts oder Blogs publiziert.

In Woche fünf bis sieben folgen dann jeweils eine Phase der Selbstreflexion, des Feedbacks bzw. der Evaluation der Beiträge sowie abschließend die Definition neuer Lernziele.

Im Ergebnis sind die Teilnehmer vom LOL, unterstützt durch den Facilitator, mehr und mehr vom Status des Lernenden zum Lehrenden gekommen. Die Teilnehmer des LOL Sets haben positive Erfahrungen mit dem informellen Lernen gesammelt und sich wie nebenbei fit für die Arbeitswelt 4.0 gemacht.

Damit leistet Learning Out Loud einen erheblichen Beitrag zur Förderung und Entwicklung der 21st Century Skills bei jedem einzelnen Teilnehmer und damit auch im gesamten Unternehmen.

Das Konzept vom Learning out Loud in der ganzheitlichen Umsetzung bietet den Mitarbeitern folgerichtig eine Reihe von Mehrwerten:

  • Autonomie
  • Konkretes Verständnis für die Sinnhaftigkeit des eigenen Handelns
  • Gefühl der Wertschätzung
  • Gefühl der Einzigartigkeit
  • Gefühl der Unterstützung
  • Gefühl der Sichtbarkeit
  • Gefühl des Verständnisses

 

Lernen ist somit nicht mehr nur die starre Wissensaneignung, sondern wird mit #LoL zu einem emotionalem Erlebnis.