LearningOutLoud | Wie lässt sich der Erfolg von #LearningoutLoud abbilden
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Wie lässt sich der Erfolg von #LearningoutLoud abbilden

Wie lässt sich der Erfolg von #LearningoutLoud abbilden

Das Lernkonzept #LearningoutLoud folgt einem erwachsenenpädagogischen Lernverständnis. Wird Lernen nicht mehr nur als einfache Wissensaneignung verstanden, kann auch Evaluation nicht einfache Wissensüberprüfung sein. Lernen wird als eigenwilliger, konstruktiver und selbstorganisierter Prozess verstanden, der vor dem Hintergrund subjektiver Lerngründe und emotional bedingt erfolgt. Lernen geschieht aber auch durch die Erfahrung von Differenz – z.B. wenn andere Teilnehmende andere Sichtweisen äußern – und Reflexivität. Das Lernen in der Gruppe ist demnach unabdingbar. Wenn dieser Lernprozess gelingen soll, müssen Wertschätzung der Einzigartigkeit und das Gefühl der Sichtbarkeit ihn tragen. Dies bestätigt die Erwachsenenpädagogin Frau Prof. Dr. Anja Walter. Sie sieht im Lernkonzept #LearningoutLoud eingelöst, was mit Ermöglichungsdidaktik gemeint ist: Lernen kann Erwachsenen ermöglicht werden, indem ein Rahmen für wertvolle Lernerfahrungen bereitgestellt und gestaltet wird.

Wie können diese Lernprozesse evaluiert werden? Lernerfolg ist nicht eindeutig operationalisier- und messbar – Lernen ist ein hochkomplexes Geschehen und so reduziert jeder Evaluationsversuch die Wirklichkeit. Es können lediglich Hinweise gegeben werden, welche Bemühungen unter welchen Bedingungen für welche Zielgruppen zu guten Lernergebnissen führen können. Frau Prof. Dr. Anja Walter bestätigt, dass Zusammenhänge zwischen der Qualität eines Angebotes und der Qualität eines Lernergebnisses nur qualitativ geprüft werden können (vgl. Walter 2013, 278).

In diesem Sinne wird der Lernerfolg im Lernkonzept #LearningoutLoud sowohl formativ (im Prozess) als auch summativ (am Ende des Prozesses) evaluiert. Evaluation wird stärker als Reflexion und als gemeinsames Anliegen zu Beginn eingeführt und kontinuierlich umgesetzt. Peer-Feedback und Feedback durch die Tutor/innen findet im Modus einer Beratung statt. Am Ende reflektieren die Teilnehmenden, ob, was und wie sich etwas an ihrem Denken und Handeln verändert hat. Der subjektive Eindruck, etwas Bedeutsames gelernt und gelehrt zu haben, ist in gewisser Weise Parameter des Lernerfolgs.

Quelle:

Walter, A. (2013): Evaluation – Momentaufnahme der Zufriedenheit oder Reflexion von Lernprozessen. In: Pflegewissenschaft. 15. Jg., H. 5, 275-282.

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